Der historische Adventskalender - 01.12. Reisen im Mittelalter

Hier gibt es den Adventskalender der etwas anderen Art. An 24 Tagen plaudere ich aus dem Nähkästchen und berichte etwas von meinen Recherchen zu meinem historischen Roman. Viel Spaß und eine schöne Vorweihnachtszeit!

Die Menschen sind im Mittelalter selten gereist und nur wenn es triftige Gründe dafür gab. Fernkaufleute wie z.B. Buchführer reisten durchs Land, um ihre Bücher feilzubieten oder Gläubige pilgerten zu Wallfahrtsorten.

Man reiste in großen Gruppen, um sich vor Räubern, Wegelagerern und wilden Tieren zu schützen. Reisen war im Winter einfacher als im Sommer, da die Wege gefroren und hart waren und die Räder der Karren nicht im Schlamm stecken blieben. Allerdings war in tief verschneiten Wintern nicht an ein Fortkommen zu denken.

Die Reisegeschwindigkeit hing sehr von dem Fortbewegungsmittel ab. Zu Fuß konnte man bis zu 40 km pro Tag, ein Reiter bis zu 60 km und mit einem Ochsen- oder Pferdekarren 15 km pro Tag zurücklegen.

Auf dem Land gab es nur wenig Herbergen zum Übernachten und in den Städten waren die Gaststätten wenig komfortabel und sauber.

Auch die Protagonistin in meinem Roman „Die Reformatorin von Köln“ macht sich auf eine Reise. Sie muss nach Sachsen reisen, um Verhandlungen mit einem Hopfenbauern zu führen. Sie ist mit einer Reisegesellschaft unterwegs, trotzdem lauern überall Gefahren.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    H-Elisabeth 10229 (Montag, 11 Dezember 2017 21:42)

    Wie schön ist es, heute unbeschwert reisen zu können und die Schönheit der Welt zu sehen .