03.12. - Der gedeckte Tisch im Mittelalter

Die Speisen hingen ganz von der sozialen Schicht bzw. des Standes ab.

 

Bei der armen Bevölkerung gab es morgens, mittags und abends Suppe. Die Hauptzutat war Brot. Je nach Jahreszeit änderte sich die Farbe der Suppe. Im Herbst und im Winter war sie bräunlich, da man Erbsen oder dicke Bohnen hineingab. Im Frühling färbten Zwiebeln und Brennnessel sie heller. Im Sommer sorgte frisches Gemüse für ein knackiges Grün.

 

Der Speiseplan der Oberschichten hingegen war abwechslungsreich. Es gab Gemüse, Fleisch, Fisch und allerlei Süßspeisen. Man färbte sogar Lebensmittel ein und brachte Pasteten in unterschiedliche Formen wie z.B. Pilze oder Fische. Oft wurde Korn, Wein, Öl, Fleisch und Schmalz für einen Jahresbedarf eingelagert. Fleisch wurde gepökelt, geräuchert, gekocht und geröstet. Es entwickelte sich ein transkontinentaler Ochsenhandel, aber es wurden auch Kleintiere gegessen wie Eichhörnchen, Igel, Meerschweinchen, Biber oder Singvögel.

 

Das kirchliche Fastengebot schränkte die Tage ein, an denen Fleisch gegessen werden durfte. Es blieben 230 Tage im Jahr, an denen die Kirche Fleisch gestattete. Brot wurde oft als Teller benutzt, z.B. beim Essen von Fleisch.

 

 

 

Auch meine Figur Jonata kommt in den Genuss von unterschiedlichen Speisen und Fleisch und bekommt einen Abend einen am Spieß gebratenen Biber vorgesetzt. Wenn ich diese Stelle bei Lesungen vortrage, habe ich die Lacher meistens auf meiner Seite.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    H-Elisabeth 10229 (Montag, 11 Dezember 2017 21:47)

    Lecker kann das Essen heute sein. Lieblingsessen vieler Menschen ist Currywurst und Pommes.