04.12. - Tischmanieren im Mittelalter

Zu Beginn des Essens hat man sich im Mittelalter das Wasser gereicht, damit man sich die Hände waschen konnte. Die Menschen damals hatten ein anderes Verhältnis zum Glauben und zur Kirche als die meisten heute und daher war es selbstverständlich, dass ein Tischgebet gesprochen wurde.

 

Man aß mit den Fingern, einem Messer und bei flüssigen Speisen mit einem Löffel. Das Messer und der Löffel gehörten zur persönlichen Habe; man trug es immer in seinem Beutel bei sich. Das Messer diente zum Schneiden oder zum Aufspießen von Fleisch. Mit dem Löffel aß man Suppe oder Brei.

 

Die Gabel als Essbesteck kannte man im Mittelalter noch nicht! Sie diente als Heizutensil oder zum Spießen beim Kochen oder Tranchieren. Sie wurde zwar im 15. Jahrhundert in Europa als Essbesteck bekannt, wurde aber zuerst nur von den Oberschichten benutzt und zwar nur für Nachtische wie saftreiche Früchte oder kandiertes Obst. Erst im 17. Jahrhundert wird die Gabel zum allgemein gebräuchlichen Essbesteck in unserem heutigen Sinne.

 

Die Protagonistin Jonata aus meinem Roman nimmt das Messer ihres verstorbenen Bruders an sich, was ihr noch einmal wertvolle Dienste leisten sollte.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    H-Elisabeth 10229 (Montag, 11 Dezember 2017 21:50)

    Die Esskultur in der heutigen Zeit ist schon edel. Die Finger dürfen sauber bleiben.