08.12. - Das Stapelrecht in Köln

In Köln gab es damals das sogenannte Stapelrecht, das die Versorgung der Stadt sicherstellte. Dieses Recht gab es bereits seit 1259. Die Kaufleute, die mit dem Schiff oder auch über Land nach Köln kamen, mussten ihre Waren „stapeln“ (ausladen) und drei Tage zum Verkauf anbieten.

 

Die Beschaffenheit des Flusses begünstigte die Umsetzung des Stapelrechts. Der Mittelrhein (flussaufwärts, also südlich gesehen) bei Köln beginnen ist wenig tief als der Niederrhein (nördlich), daher wurden schon im Hochmittelalter die Waren in Köln auf einen anderen Schiffstyp umgeladen. Am nördlichen Rheinufer befanden sich die „Aaken“. Es waren bauchige niederländische Schiffe. An der südlichen Seite gingen die „Oberlänger“ vor Anker, dies waren flachbodige Schiffe mit verbreiterte Bug und einem hochgezogenem Heck.

 

Das Stapelrecht und das Umladen der Ware bot vielen Kölnern Arbeit im Hafen. Es wurde genau festgelegt, welche Waren gestapelt werden musst, wie z.B. die „feuchten Güter“ wie Fisch, Speck, Öl, Wein und Käse und auch lebendes Vieh und Baumaterialien. Es gab aber auch Ausnahmen, Getreide z.B. war nur zeitweise diesem Stapelzwang unterworfen und „grüne Fische“, das waren Süßwasserfische, waren nicht stapelpflichtig.

 

 

 

Das gesamte Ufer Kölns war gesäumt von Lagerhallen und Kränen. Drehbare Kräne gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert, in diesem Bereich war Köln Vorreiter und ein Vorbild für andere Städte.

 

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