Luthers 95 Thesen - Der Start der Reformation

1517 hat Luther seine 95 Thesen verfasst und damit die Reformation ins Rollen gebracht. Ob er sie am 31.Oktober 1517 wirklich an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt hat, kann heute keiner sagen. Die Tür wurde damals als "schwarzes Brett" der Leurcorea, der damaligen Universität in Wittenberg, benutzt. Daher ist es durchaus möglich, dass die Thesen dort gehangen haben.

In Latein verfasst, hatte Luther die Thesen zur Diskussion unter den Gelehrten gestellt. Dass sie sich - bald in deutscher Übersetzung - binnen vierzehn Tagen im ganzen Land verbreiteten, überraschte ihn.


Er wandte sich in den Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses und kritisierte die Erpressungsmethoden der Ablassprediger. Der Kauf eines Ablasses mache gleichgültig gegenüber der Reue. Außerdem solle man den Christen lehren, lieber den Armen zu geben als einen Ablaß zu kaufen.

Mit den Thesen machte Luther sich einige Feinde. Markgraf Albrecht II. von Brandenburg musste für seinen Ämterkauf 29.000 Gulden an Rom überweisen. Das Geld hatte ihm Jakob Fugger geliehen. Der berühmte Ablassprediger Tetzel wurde damit beauftragt, einen Petersablass unter die Leute zu bringen. Die Hälfte der Einnahmen ging an die Fugger, die andere nach Rom zum Bau des Petersdoms. Wenn der Verkauf des Ablasses abbrechen würde, fehlte den einflussreichen Männern die Einnahmequelle.

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